Employer Branding und Social Web :: SMCMUC Juli 2011

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Die frohe Botschaft als erstes: „Social Media Management ist keine Raketentechnik!“ sagt Prof. Dr. Martin Grothe, Gründer und Geschäftsführer der complexium GmbH, und erklärte als erster Referent des Social Media Club München am 18. Juli 2011 die Strategieentwicklung zu erfolgreichem Employer Branding im Social Web.

In 5 Schritten zur Employer Brand

Dazu reisten wir mit ihm durch fünf Stufen – symbolisiert durch die Charaktere der Urbesatzung des Raumschiff Enterprise –, die ein Unternehmen auf dem Weg zu einer starken Arbeitgebermarke vollziehen sollte:

  • Explore: Zielgruppen zuhören und herausfinden, wo tatsächlich über Gehaltsthemen und Karrierechancen gesprochen wird
  • Elaborate: Anknüpfungspunkte identifizieren, Strategie entwickeln
  • Enable: „Digitale Betriebsausflüge“ mit den Mitarbeitern unternehmen, denn sie sind authentischere Kommunikatoren als die Personalabteilung
  • Establish: Strukturen für den Dialog gestalten
  • Enter: Einstieg in den Dialog starten – und zwar sowohl als Gastgeber als auch als Gast

Quintessenz aus Grothes Vortrag ist, dass das Employer Branding nicht durch wenige, exponierte Personen sondern durch die vielen Mitarbeiter des Unternehmens verwirklicht wird. Der Erfolg im Social Web ist dabei die Dialogfähigkeit, die ein Unternehmen auf dem „Weg zur Enterprise 2.0“ herstellen muss.

Social Media und Karriereplanung?

Wie diese Dialogfähigkeit konkret im Recruiting Umfeld aussehen kann, führte der zweite Vortrag mit vielen Erfahrungsberichten und Anekdoten vor Augen. Bernd Schmitz, Leiter University & Talent Relations bei Bayer, rückte jedoch zunächst den demographischen Wandel der Arbeitnehmer ins Blickfeld: Die Generation Y nimmt ihre ersten Jobs an, und die Baby Boomer treten ins Rentenalter. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass – etwas pauschal formuliert – sowohl die Quantität als auch die Qualität der Bewerber sinken.

Und diese neue Arbeitnehmergeneration ist hochgradig vernetzt. Schmitz: „Jedes Unternehmen muss erkennen, wenn es einem Mitarbeiter schlecht geht, erfahren das heute sehr viel mehr Kontakte als früher“. Nicht mehr nur die Bekannten, mit denen sich in der Kneipe im direkten Dialog ausgetauscht wird. Der Vorteil: Anders als früher können diese Meinungsäußerungen auch seitens des Unternehmens wahrgenommen werden, wenn sie im öffentlichen Teil der Social Networks erfolgen.

Schon 2009 startete Bayer eine Facebook Seite und fand heraus, dass über 50 Prozent der ca. 3.500 Facebook Fans 21-27 Jahre alt sind und in einer Befragung 65 Prozent „Stellenangebote“ als Wunsch-Content angaben. Als logische Folge wurde im Mai 2010 die Facebook Seite Bayer Karriere eröffnet, die inzwischen mehr als 5.500 Fans hat.

Im Social Recruiting setzt Bayer neben der Facebook Seite ein Karriere-Blog, Xing, Youtube und Twitter ein. Für Schmitz ist es nicht verständlich, dass 26 Prozent der deutschen Unternehmen derzeit die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz verbieten. „Das wird sich ändern (müssen)“, so Schmitz.

Denn anders als viele Studien Glauben machen erfährt Schmitz ständig, dass Absolventen durchaus im Social Network Facebook auf Jobsuche sind. Zum Beispiel indem sie auf einer Firmen Facebook Seite nach Kontakten zur HR-Abteilung im Ausland fragen. True Story: Ein Kandidat machte auf der Pinnwand eines Konkurrenten diese Anfrage und erhielt selbst nach vier Tagen und 2 Nutzerkommentaren keine Antwort vom Unternehmen. Punktgewinn für Schmitz, der dem ehemaligen Praktikanten per Kommentar seine Unterstützung anbot.

Als Ausblick zeigte Schmitz, wie Social Games künftig im Employer Branding und Recruiting eine Rolle spielen werden. Erste Erfahrungen sammelt Bayer im Simulationsspiel „Fliplife“, wo das Unternehmen als virtueller Arbeitgeber mit Spielteilnehmern in Projekten zusammen arbeitet.

Vielen Dank

Wir bedanken uns herzlich bei den Referenten und Teilnehmern für die interessante Diskussion. Genauso geht ein Dankeschön an die Sponsoren des Social Media Club München-Events: BASE und Kodak für Buffet und Getränke sowie Moccar-Pompidou für Location und Technik.

Fotos vom Event

Alle Fotos des Abends, eingefangen von Martin Brödl sind auf facebook/SMCMUC  zu sehen. Vielen Dank für die großartigen Schnappschüsse!

Nächster Social Media Club München

Für den Terminkalender: Nach der Sommerpause treffen wir uns zum nächsten Social Media Club München am 17. Oktober 2011 21. November 2011 voraussichtlich zum Thema „Mobile Social Tourism“.

Wenn Ihr Unternehmen als Sponsor die Veranstaltungen des Social Media Club München mit Buffet und Getränke für ein entspanntes Networking unterstützen möchte, melden Sie sich gerne bei uns!

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