„Social Banking“: Passen Social Media und Banking zusammen?

„Geh mir weg mit Bank!“ Von diesem Satz haben sich die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Social Media Clubs zum Thema „Social Banking“ am 23. März nicht abhalten lassen.

Die Referenten zum Thema Social Banking: Johannes Korten, Stephanie Wißmann und Dennis Herrmann

Die Referenten zum Thema „Social Banking“: Johannes Korten, Stephanie Wißmann und Dennis Herrmann

Stephanie Wißmann von ELAXY, Johannes Korten von der GLS Bank und Dennis Herrmann von der Fidor Bank haben einen Einblick in eine Branche gegeben, die im Umbruch ist. Was können Banken tun, um das in den letzten Jahren verlorene Vertrauen wieder aufzubauen? Welche Innovationen müssen sie einführen, um den Anschluss an die Digitalisierung nicht zu verlieren? Auf dem Social Media Club zum Thema „Social Banking“ gab es die Antworten.

Stephanie Wißmann, ELAXY: Hallo Banking!

Stephanie Wißmann ist Leiterin für Marketing/ Geschäftsfeldentwicklung und Portfoliosteuerung bei ELAXY, einem IT-Dienstleister für Banken und Versicherungen.

Banken-Bashing war gestern

Stephanie hat für Verständnis geworben und einen Einblick in die Veränderungen gegeben, die die Bankenwelt gerade umtreibt. Zum Start ihrer Präsentation appelliert sie an die Selbstverantwortung, die vielen Kunden im Bezug auf Bankgeschäfte fehle:

Banken kommen an den großen Plattformen, wie Facebook nicht vorbei. Viele Transaktionen finden mittlerweile über Dienste wie PayPal und nicht mehr über Banken statt. Eine Reihe von neuen Playern, die näher am Kunden und an der digitalen Entwicklung sind, tauchen auf dem Markt auf und zwingen die Banken zum Handeln. Apple Pay, Google Wallet und der Facebook Messenger sind nur einige davon. Auch die Start-up Branche entwickelt sich weiter: Heiß gehandelt werde gerade Kreditech, ein deutsches Start-up aus Hamburg.

Eine Entwicklung ist da

Deutsche Banken investieren in die Entwicklung und den Aufbau der Kundennähe: maininkubator ist der Inkubator der Commerzbank Gruppe und vor allem in der Frankfurter Szene sehr aktiv. Die Consors-Bank hat nach einer Kundenbefragung B-Me entwickelt, eine Art digitales Testament.

Stephanie berichtet auch von der Peer-to-Peer Entwicklung. Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter machen mittlerweile eine Finanzierung ohne Bank möglich. Eine interessante Entwicklung ist auch die Rückbesinnung der genossenschaftlichen Idee bei den Volks- und Raiffeisenbanken. Der Zukunftsmarkt für Banken seien aber Länder wie Polen und Afrika.

Johannes Korten: „Bilder einer Zukunft, die wir wollen“

Johannes verantwortet seit acht Jahren die Markenführung und Online-Kommunikation der GLS-Bank und brachte sie als erste deutsche Bank in soziale Netzwerke. Für die Markenstrategie der Bank wurden sieben Kernwerte entwickelt: Transparenz, Zweckdienlichkeit, Referenz, Zukunftsweisend, Bewusstsein, Menschlichkeit und Gemeinschaftlichkeit.

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Die Werte der Bank erlebbar machen mit Social Media

Mit den sozialen Medien will die GLS Bank die Werte der Bank nach außen erlebbar machen. Besonders wichtig sei dabei, dass die Organisationen den zuständigen Mitarbeitern auch die nötige Verantwortung gebe und das Team, das sich mit den sozialen Medien beschäftigt, auch gut funktioniere. Mit einem Tweet aus dem Jahre 2011 hat uns Johannes gezeigt, dass der richtige Tweet zum richtigen Zeitpunkt Gold wert ist.

Der Tweet und seine medialen Folgen haben der GLS Bank 10.000 bis 15.000 neue Kunden gebracht. Eine Zahl, die man in drei Jahren Medienarbeit nicht erreicht habe. Durch die Vernetzung hat das Team der GLS Bank es geschafft, auch Blogger für sich zu gewinnen: Maximilian Buddenbohm von Herzdamengeschichten schreibt als Gastautor im GLS Blog über nachhaltige Wirtschaft. Den Kontakt zum Netzwerk hält Johannes und sein Team unter anderem auch auf Barcamps und in diesem Jahr auf der #rp15.

Fidor Bank: Den Kunden wieder in den Mittelpunkt stellen

Vor fast genau fünf Jahren hat Matthias Kröner das Konzept der Fidor Bank beim Social Media Club erläutert. Fünf Jahre später ist Dennis Herrmann zu Gast und erzählt uns mehr zum Like-Zins und dem Community Karma. Die Fidor Bank wurde in der Krise mit dem Ziel gegründet, durch Transparenz wieder Vertrauen zu schaffen. Sie arbeitet ohne Filialgeschäft: „Wir brauchen keine Filiale, wir haben eine Community, die sich selbst berät.“ Die Kunden können sich neue Produkte von der Bank wünschen. Dies helfe auch, Produkte nicht am Kunden vorbei zu entwickeln.

Seit neuestem gibt es das so genannte Community-Karma, das sich jedes Mitglied aufbauen könne. Das unterstreiche die Transparenz und Offenheit. Vor drei Jahren wurde der Like-Zins eingeführt. Je mehr Links die Bank auf der Facebook-Seite hat, desto mehr Zinsen bekomme der Kunde. Ein digitales Gut werde hier in ein echtes Gut umgewandelt, so Dennis. Die Fidor-Bank bezahlt somit für die digitale Aufmerksamkeit der Kunden.

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Diskussion

Bei der anschließenden Diskussion kam die Frage auf, wie es bei den etablierten Banken aussieht. Dort tue sich langsam, aber sicher etwas. Die Konzepte kommen an und es finde ein Umdenken statt. Allerdings sei noch wenig Innovationskultur vorhanden. Zum Schluss waren sich alle einig: https://twitter.com/smcmuc/status/580101312836190208 Weitere Berichte zum #smcmuc „Social Banking“ vom 23. März findet Ihr auch unter

Danke

Wir bedanken uns bei den Referenten, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserem Raumsponsor Metaio und bei unserem Sponsor mynewsdesk,com. Die Fotos findet Ihr in unserem Facebook-Album (https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1037731432922977.1073741834.182695455093250&type=1) zur Veranstaltung.

Nina Reddemann
Sabine Sikorski
Klaus Eck
Sonya Schlenk
Anett Gläsel-Maslov

Termine

Der nächste Social Media Club findet am 8. Juni zum Thema „The Internet of Things“ statt. Dafür suchen wir noch Referenten. Wenn Ihr einen Vorschlag habt, dann könnt Ihr Euch gerne mit diesem an uns wenden.

Social Media Club - SMCMUC - social banking

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